KommunistischeGruppeBochum http://KommunistischeGruppeBochum.blogsport.de vormals Rote Antifa Bochum Mon, 30 May 2011 12:35:00 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en Wir kommen um zu stören – Innenministerkonferenz auflösen! http://KommunistischeGruppeBochum.blogsport.de/2011/05/30/wir-kommen-um-zu-stoeren-innenministerkonferenz-aufloesen/ http://KommunistischeGruppeBochum.blogsport.de/2011/05/30/wir-kommen-um-zu-stoeren-innenministerkonferenz-aufloesen/#comments Mon, 30 May 2011 12:27:20 +0000 Administrator Allgemein http://KommunistischeGruppeBochum.blogsport.de/2011/05/30/wir-kommen-um-zu-stoeren-innenministerkonferenz-aufloesen/ bild

Wir haben mit unseren Genoss*innen vom …umsGanze!-Bündnis vor kurzem einen Aufruf gegen die Innenminister*innenkonferenz in Frankfurt veröffentlich. Ihr findet ihn hier.

Kommt mit uns am 22. Juni nach Frankfurt:
Wir kommen um zu stören – IMK auflösen!
Unsere Genoss*innen vom Antifa AK Köln bieten eine Busfahrt zur IMK an. Für weitere Informationen schaut bei ihnen vorbei.

Auch eine weitere Folge von allseits beliebten …umsGanze!-TV zur IMK ist erschienen, aber seht selbst:

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Kongressmitschnitte http://KommunistischeGruppeBochum.blogsport.de/2011/03/19/kongressmitschnitte/ http://KommunistischeGruppeBochum.blogsport.de/2011/03/19/kongressmitschnitte/#comments Sat, 19 Mar 2011 13:46:16 +0000 Administrator Allgemein http://KommunistischeGruppeBochum.blogsport.de/2011/03/19/kongressmitschnitte/ Endlich sind die Kongressmitschnitte online. Für alle, die den Kongress versäumten, nun also die Möglichkeit all die spannenden Diskussionen nachzuhören.

Zu den Mitschnitten

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http://KommunistischeGruppeBochum.blogsport.de/2011/03/19/111/ http://KommunistischeGruppeBochum.blogsport.de/2011/03/19/111/#comments Sat, 19 Mar 2011 13:46:14 +0000 Administrator Allgemein http://KommunistischeGruppeBochum.blogsport.de/2011/03/19/111/ http://KommunistischeGruppeBochum.blogsport.de/2011/03/19/111/feed/ Kommunismus – Eine kleine Geschichte wie endlich alles anders wird http://KommunistischeGruppeBochum.blogsport.de/2011/01/06/kommunismus-eine-kleine-geschichte-wie-endlich-alles-anders-wird/ http://KommunistischeGruppeBochum.blogsport.de/2011/01/06/kommunismus-eine-kleine-geschichte-wie-endlich-alles-anders-wird/#comments Thu, 06 Jan 2011 12:42:27 +0000 Administrator Allgemein http://KommunistischeGruppeBochum.blogsport.de/2011/01/06/kommunismus-eine-kleine-geschichte-wie-endlich-alles-anders-wird/ Lesung mit Bini Adamczak

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„Na, da war ja nichts“, denken sich die Menschen. „Erst hat uns der Kapitalismus ganz unglücklich gemacht und dann ist er auch nocht ständig schief gegangen. Außerdem gibt es den Kapitalismus jetzt wahrlich lange genug (200-500 Jahre lang nämlich). Es wird Zeit für was Neues. Weil Abwechslung muss sein.“

»Kommunismus.« ist für alle da. Einsteigerinnen und solche, die schon immer an diesem verflixten Fetischkapitel verzweifelt sind.

Wie lässt es sich – jetzt! – fünfzehn Jahre nach dem Ende der Geschichte über das Ende der Vorgeschichte, über Kommunismus schreiben, ohne der Lächerlichkeit eines ohnmächtigen Pathos zu verfallen? Kritische Kritik + Negation der Negation? Aber: sollte sich der Kommunismus auf übelgelaunte Negation beschränken, ohne Traum und Sexappeal? Es bedarf einer kinderleichten Sprache um ein kommunistisches Begehren zu erfinden. »Den Kommunismus machen: das kann ja wohl nicht so schwer sein.«

Donnerstag, 17. Februar, 19 Uhr
Bahnhof Langendreer, Raum 6

Das angekündigte Seminar mit Andrea Trumann muss aus organisatorischen Gründen leider entfallen, wird aber nachgeholt. Aktuelle Informationen findet Ihr dann hier.

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Unser Filmabend am 23.12. fällt leider aus! http://KommunistischeGruppeBochum.blogsport.de/2010/12/22/morgiger-filmabend-am-23-12-faellt-leider-aus/ http://KommunistischeGruppeBochum.blogsport.de/2010/12/22/morgiger-filmabend-am-23-12-faellt-leider-aus/#comments Wed, 22 Dec 2010 13:48:42 +0000 Administrator Allgemein http://KommunistischeGruppeBochum.blogsport.de/2010/12/22/morgiger-filmabend-am-23-12-faellt-leider-aus/ Wenn ihr trotzdem mit uns feiern wollt, schreibt uns eine Email an kommunistischegruppebochum@safe-mail.net !

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Nur noch 3 Tage bis zum Kongress! http://KommunistischeGruppeBochum.blogsport.de/2010/12/01/nur-noch-3-tage-bis-zum-kongress/ http://KommunistischeGruppeBochum.blogsport.de/2010/12/01/nur-noch-3-tage-bis-zum-kongress/#comments Tue, 30 Nov 2010 23:11:13 +0000 Administrator Allgemein http://KommunistischeGruppeBochum.blogsport.de/2010/12/01/nur-noch-3-tage-bis-zum-kongress/ Wir stehen in den Startlöchern, um mit Euch auf dem Kongress zu lernen, diskutieren und feiern.

Es hat sich viel getan in den letzten Tagen, so steht inzwischen das Kulturprogramm fest, es sind noch Workshops hinzugekommen; kurz gesagt, ein Blick auf die Kongresshomepage lohnt sich!

Um die Zeit bis zum Kongress zu überbrücken könnt Ihr euch das Video zum Kongress angucken. Viel Spass!

Wir sehen uns auf dem Kongress,
Eure Kommunistische Gruppe Bochum

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Kongress-Warm-Up! http://KommunistischeGruppeBochum.blogsport.de/2010/11/11/kongress-warm-up/ http://KommunistischeGruppeBochum.blogsport.de/2010/11/11/kongress-warm-up/#comments Thu, 11 Nov 2010 21:23:40 +0000 Administrator Allgemein http://KommunistischeGruppeBochum.blogsport.de/2010/11/11/kongress-warm-up/ Es steht uns in den nächsten Wochen nicht nur der 2. …ums Ganze!-Kongress in Bochum ins Haus, wir werden Euch auch schon vorher die Möglichkeit geben, Euch zu informieren und mit uns zu diskutieren, als keines Aufwärmprogramm für den Kongress.

Hierfür werden wir am kommenden Dienstag, den 16. November 2010, im Sozialen Zentrum Bochum eine Einführung in die Kapitalismuskritik anbieten. Hier habt Ihr die Chance entweder neu in die Kapitalismuskritik einzusteigen oder Altbekanntes aufzufrischen. Der Titel der Veranstaltung lautet „Kleine Einführung in die Kritik der politischen Ökonomie“, einen Ankündigungstext findet Ihr am Ende dieses Postings. Das Ganze wird um 19 Uhr beginnen.

Eine Woche später, am Donnerstag, den 25. November, habt Ihr dann die Gelegenheit Euch über Griechenland und die dort derzeit herrschenden Zustände zu informieren. Mike Morelli vom Antifa AK Köln wird uns eine eine Fakten über die griechischen Wirtschaftsverhältnisse vermitteln und darüberhinaus auch die Reaktion der griechischen Linken und deren aktuellen theoretischen Produkte darstellen. Diese Veranstaltung steht unter dem Titel „Crisis in Greece: Ursachen – Reaktionen – Perspektiven?“, auch sie wird im Sozialen Zentrum Bochum stattfinden und um 19 Uhr beginnen.

Die Kommunistische Gruppe Bochum würde sich freuen Euch auf unseren Veranstaltungen begrüßen zu dürfen!

„Kleine Einführung in die Kritik der politischen Ökonomie“

“Er ist vernünftig, jeder versteht ihn. Er ist leicht.” schrieb Bertolt
Brecht im “Lob des Kommunismus” über eben diesen. An dem Vernünftig
besteht sicherlich kein Zweifel, mit dem leicht ist es aber oft so eine
Sache. Diese Einführung soll hier Abhilfe schaffen. Grundlegend und
verständlich wird ein Überblick über die Marxsche Kritik der politischen
Ökonomie gegeben und unter anderem aufgezeigt, was es denn mit dem
Kapital- und Warenfetisch auf sich hat und wie der Mehrwert in das G – W
- G’ kommt.“

DI, 16.11.2010 | 19 Uhr | SZ Bochum

Crisis in Greece: Ursachen – Reaktionen – Perspektiven?

Die Weltwirtschaftskrise der letzten Jahre fand ihren brisantesten
Ausdruck in der Staatsverschuldungskrise Griechenlands: Sie traf einen
wirtschaftlich und gesellschaftlich krisenhaften Staat, führte ihn zum
beinahen Staatsbankrott und zu einem 750 Milliarden schweren
“Rettungsschirm” aus der E.U. Der Staat verwandelte sich innerhalb von
Wochen in ein Experimentierfeld einer neuen “Schockpolitik”: Unter dem
Diktat der E.U. und I.W.F. setzt die griechische Regierung auf ein
enormes Sparprogramm um die “Ausquetschmaschinerie” der Bevölkerung im
Gang zu setzen. Über die reelen Ursachen reden dennoch wenige: Wie hat
sich die griechische Wirtschaft seit dem Eintritt in die E.U. entwickelt
und was bedeutete der Beitritt in die Eurozone? Warum traf die Krise
grade Griechenland?

Die staatlichen Krisenmaßnahmen blieben nicht unbeantwortet. Die
Krisenproteste gegen die Sparmaßnahmen der Regierung entwickelten sich
im letzten Frühjahr kurzzeitig zu einer Massenbewegung. Die von den
sozialdemokratisch Gewerkschaften beeinfußten Streikdemos und die
zahlreichen kreativen Aktionen von Lohnabhängigen erreichten die größte
Mobilisierung seit dem Ende der Militärdidaktur und eröffneten
europaweit Perspektiven und Diskussionen über einen möglichen heißen
Herbst. Welche Perspektiven ergaben und ergeben sich in den
Auseinandersetzungen mit der Vermittlung und Legitimierung der
Krisenmaßnahmen. Ist der erwartete heiße Herbst eingetroffen? Was
hindert einen staatskritischen Protest? Und was sollte vielleicht für
uns hier in der BRD effektive Solidarität heißen?

Mike Morrelli vom Antifa AK Köln geht erstmal auf die Ursachen und die
Entwicklung der Staatsverschuldungskrise Griechenlands ein. Dabei wird
die spezielle Lage der griechischen Wirtschaft und Gesellschaft erklärt.
Dann zeichnet er die Reaktionen gegen den Sozialabbau und den Aufbruch
antiautoritärer Aktionsformen in Griechenland nach und kritisiert die
staatsaffirmativen und nationalistischen Positionen in der griechischen
und deutschen Linken. Daraus ergibt sich eine aktuelle Einschätzung der
Lage im “Krisenland” und welche mögliche Folgen und Perspektiven sich
ergeben.

DO, 25.11.2010 | 19 Uhr | SZ Bochum

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http://KommunistischeGruppeBochum.blogsport.de/2010/11/11/kongress-warm-up/feed/
Kongressprogramm veröffentlicht http://KommunistischeGruppeBochum.blogsport.de/2010/10/27/kongressprogramm-veroeffentlicht/ http://KommunistischeGruppeBochum.blogsport.de/2010/10/27/kongressprogramm-veroeffentlicht/#comments Wed, 27 Oct 2010 20:55:13 +0000 Administrator Allgemein ...ums Ganze! Veranstaltungen http://KommunistischeGruppeBochum.blogsport.de/2010/10/27/kongressprogramm-veroeffentlicht/

Das Programm für den …ums Ganze!-Kongress “So, wie es ist, bleibt es nicht!” in Bochum vom 3. bis zum 5. Dezember 2010 steht mittlerweile weitgehend fest. Bis auf wenige Namen haben wir nun alle Zusagen der Referent*innen erhalten; einige Workshops werden in den kommenden Wochen noch ergänzt.

Das aktuelle Programm, die Möglichkeit zur Anmeldung und weitere Informationen gibt es auf der Kongress-Sonderseite oder auf unserer Kongresssonderseite.

Freitag, 3.12.2010

Warm Up Programm

Einführende Workshops in die Kritik der politischen Ökonomie, in die Geschichte der Krisen des Kapitalismus (mit Thomas Sablowski), in die Theorie des Staats (mit Moritz Zeiler) und in Kapital und Arbeit (mit Christian Frings)

Auftaktveranstaltung

Die Krisenhaftigkeit des Kapitalismus
Mit Michael Heinrich, Gerhard Stapelfeldt und Karl Heinz Roth (angefragt)

Die Krise des Finanzmarkts 2008 ging über in eine Staatshaushaltskrise und traf zugleich auf chronische Überproduktion in klassischen Bereichen der Industrie. Marxisten haben immer auf die Krisenhaftigkeit des Kapitalismus hingewiesen. Die Gründe dafür will das Podium nachzeichnen und ihre Stichhaltigkeit für die Erklärung der aktuellen Krise prüfen. Ob die Krise auch eine Chance auf radikale Veränderung bietet, oder wie bisher nur zur Festigung kapitalistischer Herrschaft führt, ist abhängig von den sozialen Auseinandersetzungen und der Rolle des Staates in der Lösung der gegenwärtigen Krise. Zu diesem Zweck wird das Podium in die Historie der Krisen kapitalistischer Vergesellschaftung und ihrer Lösungen einführen und dabei auch die Effekte auf die Subjekte beschreiben.

Sonnabend, 4.12.2010

Krise der ‚Finanzialisierung‘
Mit Costas Lapavitsas und Thomas Sablowski

Die Krise des Finanzmarktes bietet nicht nur Anlass zur grundsätzlichen Kritik der kapitalistischen Produktionsweise, sie konfrontiert diese Kritik zugleich mit neuen Formen kapitalistischer Ausbeutung. Die sogenannte „Finanzkrise“ entsprang dem US-amerikanischen Hypothekenmarkt, dessen Entwicklung zwar spezifisch amerikanisch ist, aber weltweit Folgen für die Produktionssphäre (sog. „credit crunch“) hat. Mit dem Begriff ‚Finanzialisierung‘ wird dabei eine Entwicklung beschrieben, bei der ein wachsender Anteil der Unternehmensgewinne aus Produkten des Finanzmarktes (Versicherungen, private Renten, Kredite) erzielt wird. Spiegelbildlich fließt ein erheblicher Teil des Konsums von Privathaushalten in diese Produkte, weil der Lohn weder zur Reproduktion der Ware Arbeitskraft, noch zur Befriedigung der dem Kapitalismus immanenten Glücksversprechen reicht. Dieser Prozess wird als „direkte Ausbeutung“ verstanden, da nun auch für die Reproduktion der Ware Arbeitskraft eine Gebühr berechnet und diese zunehmend vom Lohn abgekoppelt wird. Wir möchten auch fragen, welche Unterschiede es zu und welche Folgen das amerikanische Modell für die deutschen Verhältnisse hat und welche Konsequenz sich daraus für eine kapitalismuskritische Position ergeben.


2. Workshop-Phase

zu Krise.Kämpfe.Strategien. (mit Detlef Hartmann), zu Naturbeherrschung (mit Dirk Lehmann), zu Arbeit und Reproduktion (Gruppe Dissident), …

Weitere Workshops folgen und werden hier angekündigt.

„Verkauft doch eure Inseln, ihr Pleite-Griechen!“
Mit Werner Bonefeld, Klaus Müller und der Gruppe TPTG (Athen)

Die Finanzkrise wurde zur Eurozonenkrise und dort insbesondere zur Griechenlandkrise. Die chronologische Abfolge erklärt aber noch nicht die Ursachen für den Fall Griechenland. Denn die Ursachen liegen darüber hinaus sowohl in Griechenland selbst als auch in der Struktur der Eurozone. Als zweitgrößter Kreditgeber des Landes und größte Wirtschaftsmacht in der EU hat Deutschland eine entscheidende Rolle in der Griechenland aufgezwungenen Sparpolitik gespielt, die der Rückzahlung an die – nicht zuletzt deutschen – Gläubiger Priorität einräumt. Damit wurde kenntlich gemacht, wie die Herrschaftsverhältnisse innerhalb der Eurozone beschaffen sind und in welche Richtung sie sich ändern werden. Scheint zwar der Widerstand gegen diese Krisenlösungsstrategie massiv zu sein, und sogar anfangs die Legitimation der herrschenden Ordnung in die Brüche zu gehen, so verpufft er jedoch folgenlos, da er dem kapitalistischen Angriff nichts entgegenzusetzen versucht. Und so wird sich einmal mehr in die alternativlos scheinende Logik des Kapitalismus gefügt: Die Einsparungen werden hingenommen, die vor der Krise nicht durchgesetzt werden konnten. Dass der Kapitalismus aus seinen Krisen gestärkt hervorgeht, scheint sich einmal mehr zu bewahrheiten. Ursachen dieser – nicht nur griechischen – Misere will dieses Panel aufzeigen.

Transformation des Sozialen und des Widerstands von den 70ern bis heute
Mit Karl Reitter, Mag Wompel und Andrea Trumann

Es ist so banal wie richtig, dass der Kapitalismus kein statisches System ist. Ständig muss es, zwecks Aufrechterhaltung seiner selbst, die Bedingungen und Formen von Lohnarbeit anpassen. Die drastische Zunahme der Leiharbeit, die Hartz-Gesetze und die nahezu abgeschlossene Integration der Frauen in den Produktionssektor sind Ausdruck davon. Auch die Linke hat diesen Fakt erkannt und verschieden erklärt:

Die operaistische Theorie identifizierte den Klassenkampf als das Moment, welches das Kapital zu seiner ständigen Neujustierung zwingen soll, während die Wertkritik diesen Spieß umdreht und vor allem die Sachzwänge als movens kapitalistischer Entwicklung betont. Beide Theorien verweisen auf ein tieferes Moment in der Fragestellung. Sie konkretisiert sich nämlich in der Frage, wer die treibende Kraft im Kapitalismus ist. Welche Rollen spielen Klassen und ihre Kämpfe? Wie ist umzugehen mit ihrem (notwendig?) systemimmanenten Charakter und welchen Einfluss haben sie auf Strategien des Kapitals? Und was hat eigentlich der Staat damit zu tun?

Abendveranstaltung

„…, es gibt nur dumme Antworten.“
Mit Klaus Dörre, Christoph Lieber, N.N. und …umsGanze!

Entfremdung, Verdinglichung, Fremdbestimmung – ein großer Teil der deutschen Linken hat in den letzten 50 Jahren zu Recht die Kritik am Kapitalismus über den Tellerrand der sozialen Ungleichheit hinaus erweitert. Wenn jetzt auf einmal nicht mehr nur die Globalisierungsgegner von Armut und Mangel sprechen, sondern sogar die bundesdeutsche Öffentlichkeit über Hartz4, Leiharbeit und Billiglöhne diskutiert, dann ist eines gewiss: Auch in den Metropolen des globalen Kapitalismus erhalten längst nicht mehr alle Menschen eine wohlfahrtsstaatliche Entschädigung für das verkorkstes Leben. Die soziale Frage ist zurück – und schreit nach einer linken Antwort.

Gerechtigkeit ist die zentrale Parole fast aller linken Bemühungen zu diesem Thema. Die Vorstellung davon, was ihr Inhalt sein soll, geht dabei jedoch erwartungsgemäß weit auseinander und reicht von Chancengleichheit über das bedingungslose Grundeinkommen bis hin zum Kommunismus. Auf diesem Podium wollen wir diskutieren, was die Mindestanforderungen an einen linken Gerechtigkeitsbegriff sein könnten, welche Konzepte es gerade gibt und vor welche Aufgabe die Rückkehr der sozialen Frage die radikale Linke stellt.

Sonntag, 5.12.2010

Gespenst Kapitalismus
Mit Rüdiger Mats, Boris Buden und Frank Engster

Sollte er nicht längst tot sein? Obwohl durch eine anhaltende Verschuldungskonjunktur und die aktuelle Finanzkrise mittlerweile selbst zu einem substanzlosen Gespenst geworden, wird der Kapitalismus offenbar doch noch ewig weiterleben. Die Idee des Kommunismus dagegen ist zwar nicht mehr durch die Zumutungen eines „real existierenden Sozialismus“ belastet, und auch Karl Marx hat wieder einen guten Ruf. Dafür ist der Kommunismus endgültig zu einem bloßen Name und Platzhalter für das ganz Andere geworden. Für seine Notwendigkeit sprechen weder die objektive (Klassen-)Widersprüche des Kapitalismus noch seine geschichtliche Entwicklung, gleichgültig, ob man diese Entwicklung als den Fortschritt seiner Produktivkräfte auslegen will oder als den Fortschritt seiner Krisen. Und auch Marx, so hat sich mittlerweile selbst bei seinen Kritikern herumgesprochen, hat gar keine Wissenschaft vom Kommunismus begründet. Ja, er hat nicht einmal eine positive Ökonomietheorie oder gar eine ‚revolutionäre Wissenschaft‘ begründet, sondern „nur“ den Kapitalismus durch eine negativ gehaltene, logisch-systematische Entwicklung kritisch dargestellt.

Kurzum, einzig die Alternativlosigkeit des Kapitalismus scheint noch für die Notwendigkeit des Kapitalismus zu sprechen. Ist angesichts dieser Situation mit Lenin erneut zu fragen: “Was tun?” Oder eher postmarxistisch: „So what?!“ Es geht also um die Probleme einer (Neu-)Bestimmung des Kommunismus in nicht-revolutionären Zeiten und einer post-utopischen Situation.

Was heißt radikale Kritik organisieren?
Mit Frieder Otto Wolf, Lars Röhm (FAU Berlin), Hans-Jürgen-Krahl-Institut und Christian Frings

Die Misere trägt den Namen der Alternativlosigkeit. Daher ist es angebracht zu fragen, welche „konkrete Utopie“ als Way Out zu nehmen wäre. Welche Rolle spielen ‚Organisierung‘ und ‚Mobilisierung‘ für das Verhältnis von theoretischer Reflexion und praktischer ‚Aktion‘. Gilt es, den Kampf um den Lohn zu betreiben, die proletarisierten Individuen in revolutionären Gewerkschaften bzw. Syndikaten zu vereinen oder gibt es andere praktische Alternativen für das alltägliche Leben? Kann es Ansätze von Selbstorganisation geben, die auf eine genossenschaftliche Produktion und somit auf die Sicherung der Existenz hinauslaufen? Und wären solche Ansätze geeignet, Lohnarbeit und Kapitalverhältnis in Frage zu stellen?

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http://KommunistischeGruppeBochum.blogsport.de/2010/10/27/kongressprogramm-veroeffentlicht/feed/
300 Menschen auf Demonstration gegen den hessischen Unternehmertag http://KommunistischeGruppeBochum.blogsport.de/2010/10/27/300-menschen-auf-demonstration-gegen-den-hessischen-unternehmertag/ http://KommunistischeGruppeBochum.blogsport.de/2010/10/27/300-menschen-auf-demonstration-gegen-den-hessischen-unternehmertag/#comments Wed, 27 Oct 2010 06:12:25 +0000 Administrator Allgemein Demos & Kundgebungen http://KommunistischeGruppeBochum.blogsport.de/2010/10/27/300-menschen-auf-demonstration-gegen-den-hessischen-unternehmertag/ bild

Am gestrigen Tage demonstrierten 300 Menschen in Wiesbaden gegen den hessischen Unternehmertag. Mit dieser Teilnehmer*innenzahl für einen Dienstagabend befanden die Veranstalter*innen die Demonstration als erfolgreich. Mit Blick auf das nächste Jahr kündigte Dörthe Stein, Pressesprecherin der Demonstration, an: „Und bestimmt werden es im nächsten Jahr mehr – wir machen das nämlich wieder!“

Weitere Informationen bekommt ihr bei unseren Genoss*innen der autonomen antifa [f] oder beim sozialrevolutionären und antinationalem Krisenbündnis. Den Aufruf, den auch wir unterstützten, findet ihr hier.

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Good job! http://KommunistischeGruppeBochum.blogsport.de/2010/10/24/good-job/ http://KommunistischeGruppeBochum.blogsport.de/2010/10/24/good-job/#comments Sun, 24 Oct 2010 20:49:27 +0000 Administrator Allgemein ...ums Ganze! Publikationen http://KommunistischeGruppeBochum.blogsport.de/2010/10/24/good-job/ bild

Unter dem Titel „Gute Arbeit! – Das …umsGanze!-Bündnis gratuliert zur Krise“ haben wir mit unseren Genoss*innen vom kommunistischen Bündnis …umsGanze! ein Flugblatt zur Krise veröffentlicht.

Ihr könnt es entweder hier als pdf oder im weiteren Verlauf dieses Artikels lesen.

Gute Arbeit!
Das umsGanze!-Bündnis gratuliert zur Krise

Die Öffentlichkeit blickt mit einer Mischung aus Entsetzen und Faszination auf die Entwick­lung der Konjunkturdaten. Fachthemen von »Börsianern« und anderen Wirtschaftsmeteo­rologen wie Aktieni­ndizes, Staatsschuldenstände und Kreditrisiken berauschen das Publi­kum. Wenn selbst in Euro­pa Banken pleite gehen und Staaten zahlungsunfähig werden – und nicht nur in »Schwarzafri­ka« oder wo sonst der Pfeffer wächst –, dann verbreiten sich sogar hierzulande Zweifel an der »Nach­haltigkeit« der herrschenden Gesellschaftsord­nung. Doch auch in weniger krisenhaften Zei­ten ist der Kapitalismus Quell beständiger Un­sicherheit, Armut und Erpressung. Die derzeitige Kri­se ist kein bloßer Betriebsunfall, son­dern Resultat der allgemeinen Prinzipien kapitalistischer Ver­wertung. Die Tendenz zu übergreifenden ökonomischen Krisen ist im Kapitalismus selbst angelegt. Eine über an­onyme Märkte vermittelte und gerade deshalb gnadenlose Konkurrenz zwingt das Ka­pital immer wieder zu riskanten, in der Regel kreditfinanzierten Investitionen, die sich im Nachhine­in als unren­tabel erweisen können. Das gilt für einzelne Kapitale, und um ein vielfa­ches verstärkt auch für gan­ze Branchen und Volkswirtschaften. Staat, Kapital und Lohnar­beit sind die grundlegenden Formen dieses Ausbeutungs- und Herrschaftsverhältnisses. Es wird tagtäglich von Menschenhand reprodu­ziert, und kann deshalb auch von Men­schenhand überwunden werden. Im Interesse einer nüchter­nen Lagebeurteilung rekapitu­lieren wir die gegenwärtigen Glanzleistungen der kapitalistischen Ord­nung.

Immobilien und Obdachlosigkeit
Die akute globale Finanzkrise begann 2007 mit dem massenhaften Preisverfall amerikani­scher Im­mobilien, die zuvor als sichere, weil »wertgedeckte« Investitionen angesehen wurden. Dadurch ver­loren zugleich die Hypothekenkredite, mit denen diese Immobilien fi­nanziert worden waren, ih­ren sichernden »Gegenwert«. Kreditzinsen stiegen, und immer mehr Schuldner konnten ihre monatli­chen Raten nicht mehr bezahlen. Die eingeleiteten Zwangsverkäufe führten Hunderttausende in die Obdachlosigkeit, während der fallende Marktwert ihrer Häuser nicht mehr ausreichte, um die aufge­nommenen Schulden zu begleichen. Der Logik des Ka­pitalismus folgend, warten diese Häuser nun unbewohnt auf steigende Immo­bilienpreise, während ihre ehemaligen Eigentümer ihr Dasein in Zeltstädten fristen dürfen. Das umsGanze!-Bündnis gra­tuliert zur tollen Leistung des Privateigen­tums, nützliche Häu­ser vor wohnraumbedürftigen Men­schen zu bewahren. Sauber!

Weltwirtschaftskrise und Systemrelevanz
Die amerikanische Immobilienkrise entwickelte sich zur Weltwirtschaftskrise, weil die Hypothe­kenbanken ihre – nun ausfallgefährdeten – Immobilien-Schuldtitel zu Wertpapieren gebündelt, und als vermeintlich sichere und renditeträchtige Anlageform an Banken in aller Welt verkauft hatten. Als klar wurde, dass es um die Zahlungsfähigkeit von Millionen Hypothekenschuldnern nicht zum besten steht, versuchten diese Banken, ihre plötzlich ebenfalls ausfallgefährdeten Wertpapiere um­gehend abzustoßen, wodurch deren Kurse verfielen. Banken, die ihre Gewinnerwartungen maßgeb­lich auf diesen Wertpapierhandel gegründet hatten oder direkt an der Immobilienfinanzierung betei­ligt waren, drohte damit ebenfalls die Zahlungsunfähigkeit. Der Kreditmarkt schrumpfte schlagar­tig. Im September 2008 begann mit der US-amerikanischen Investmentbank Lehman Brot­hers das große Bankensterben, weit über 100 Banken folgten alleine in den Vereinigten Staaten. Doch nicht alle insolventen Banken und Immobilienfinanzierer gingen bankrott. Die amerikanische Regierung handelte nach dem Prinzip »too big to fail«, und rettete 2008 Bear Sterns, Freddy Mac und Fanny Mae. Die Bundes­regierung erkannte ebenfalls die »Systemrelevanz« der deutschen Hypo Real Estate, und verstaatlichte sie im Oktober 2009. Systemrelevant sind Banken, weil sie die Vergabe von Krediten organisieren, und so den kapitalistischen Unternehmen die Möglichkeit verschaf­fen, ihre Produktion schneller auszuwei­ten, als laufende Gewinne oder gar Verluste dies sonst zuließen. Eine tolle Leistung des Kapitalis­mus, die Produktion nützlicher Güter nur dann in Gang zu setzen, wenn das Kapital ausreichenden Profit erwartet, und nicht für die schnöden Bedürfnisse simpler Menschen!

Abwrackprämie und Freiheit
Um zu verhindern, dass dem Bankensterben eine Unternehmensster​ben folgt, verabschie­dete man sich von den Glaubenssätzen liberaler Wirtschaftspolitik. Statt weiter auf die »Selbstheilungskräfte des Marktes« zu vertrauen, wurde mittels »Abwrackprämie« und an­derer Konjunkturprogramme der Umsatz nationaler Schlüsselindustrien gestützt. Klamme deutsche Unternehmen bekamen im Zweifelsfall unbegrenzt staatliche Bürgschaften und Kredite zugebilligt. Zur Finanzierung dieser Maßnahmen bedurfte es der Erhöhung der Staatsschulden. Zur Beruhigung der Finanzmärkte wurde gleichzeitig ein hartes »Sparpa­ket« aufgelegt. Die Freiheit des Politischen erschöpfte sich also ein­mal mehr im Dienst am Standort. Das umsGanze!-Bündnis gratuliert zur pragmatischen Einsicht, dass das wirt­schaftspolitische Geschwätz von gestern dabei niemanden mehr interessieren muss.

Wachstum und Gier
Während Regierungen zur Rettung nationaler Geschäftsbanken und Konzerne über Nacht Milliar­densummen aufbrachten, suchte die Öffentlichkeit nach Schuldigen für die Misere. Die Bundes­kanzlerin sah »Gier, verantwortungslose Spekulation und Missmanagement im Finanzsektor«. Die zuvor als Leistungsträger hofierten »tüchtigen« und »risikofreudigen« Manager galten schlagartig als maß- und heimatlose Zocker. Während sich die schwarz-rote Bundesregierung vor der Krise noch das Ziel gesetzt hatte, »überflüssige Regulierung abzubauen«, fordert nun ausgerechnet schwarz-gelb mehr »Regulation auf den Finanz­märkten, also die Regulierung der Finanzmarktpro­dukte und auch der Institutionen« (Mer­kel 2010). Es ist eine ideologische Großleistung, einerseits größtmögliches kapitalistisches Wachstum zu fordern, die dafür notwendige Skrupellosigkeit aber zu verurteilten. Das umsGanze!-Bündnis gratuliert der politischen Führung für diese Lektion in bür­gerlicher Moral.

Sirtaki und Standort
Nicht alle Staaten stemmen die Krisenlasten wie Deutschland auf der Basis, Exportwelt­meister zu sein. Griechenland etwa bekam nach seinem Eintritt in die Währungsunion im Jahr 2001 zu spüren, dass sein nationales Kapital mit der europäischen Konkurrenz nicht mithalten konnte. Die mittel­ständisch geprägte griechische Industrie verlor im verschärften Wettbewerb, so dass Griechenland immer mehr zum Absatzmarkt ausländischer Kapitale verkam. Der folgende, massive Anstieg des Haushaltsdefizits wurde jahrelang durch einfallsreiche Bilanzierungstricks kaschiert. Lediglich als »Finanzplatz« konnte Griechenland seine Einnahmen erhöhen, dank der neuen, vergleichsweise sta­bilen Euro-Währung. Doch aufgrund massiv einbrechender Staatseinnahmen im Zuge der aktuellen Krise kamen zunehmend Zweifel an der tatsächlichen Zahlungsfähigkeit Griechenlands auf. Das er­schütterte vor allem die Nachfrage nach griechischer Staatsanleihen auf den internationalen Finanz­märkten, durch die dieser Staat sein Haushaltsdefizit ausgleichen und alte Staatsschulden refinanz­ieren musste. Aus Furcht, ein griechischer Staatsbankrott könne die europäische Währung und da­mit den Bestand der europäischen Freihandelszone gefährden, halfen EU und Internationaler Wäh­rungsfonds (IWF) mit Krediten und Bürgschaften aus. In der deutschen Öffentlichkeit wurde dieses milliardenschwere »Hilfspaket« als ungerechte Unterstützung fauler Bilanzbetrüger wahrgenomm­en, die Ouzo und Sirtaki lieber mögen als ehrliche Arbeit. Auf jeden Fall eine Spitzenleistung kapi­talistischer Konkurrenz, dass die steigende Produktivität eines Landes andere Länder und Re­gionen in die Armut stürzen kann. Wenigstens im Prinzip können so aber auch entwickelte Staaten wieder in ökonomisches Niemandsland verwandelt werden. Herzlichen Glückwunsch dazu!

Arbeit und Ausbeutung
Nach verbreiteter Meinung kommt im Kapitalismus zu Wohlstand, wer im Schweiße seines Ange­sichts schaffen geht. Tatsächlich aber liegt die Quelle von Reichtum in dieser Gesell­schaft in der Ausbeutung fremder Arbeitskraft für den eigenen privaten Vorteil. Kurz: Reich kann nur werden, wer andere für sich arbeiten lässt. Solche Lohnarbeit wird nur dann in Gang gesetzt, wenn sie sich fürs Kapital absehbar lohnt, d.h. wenn ihr Produkt mehr wert ist, als für dessen Herstellung an Lohn und Grundkosten aufgewendet werden muss. Aus­beutung ist im Kapitalismus also gerade kein Be­trug an Lohnabhängigen, sondern Folge der derzeit herrschenden Ordnung gesellschaftlicher Arbeit. Auch hier wieder Hut ab! Pro­duziert wird nicht nach den Bedürfnissen aller, sondern für den Profit weniger. Ansonsten bleiben die in dieser Gesellschaft Lohnabhängigen von Arbeit und Lohn ge­trennt, und da­mit von ihrem Lebensunterhalt.

Verwertungszwang und falsche Gegensätze
Der Zwang zur Verwertung, das »Geld verdienen des Geldes wegen« und das primäre staatliche Wirtschaftsziel kapitalistischen Wachstums sind die bestimmenden Prinzipien der gegenwärtigen Gesellschaftsordnung. Wie gesehen, stoßen Staat und Kapital dabei immer wieder an systemi­sche Grenzen. Man sollte sich die Dummheit ersparen, ausge­rechnet die dann notwendigen Versu­che der Krisenbewältigung für die Krise selbst verant­wortlich zu machen. Nicht (Neo-)Liberalismus oder Keynesianismus sind ursächlich für das gegenwärtige Übel, weder ein »zu viel an Markt« noch ein »zu viel an Staat«. Der grundsätzliche Fehler ist, dass im Kapitalismus der Zweck der gesell­schaftlichen Produkti­on die Vermehrung des privaten Profits ist. Grund für die tägliche Mise­re sind weder »überhöhte Lohnkosten zu Lasten der nationalen Konkurrenzfähigkeit«, noch ande­rerseits eine »zu geringe Kaufkraft der Lohnabhängigen« infolge zu geringer Löhne. Grund ist der Zwang der bürgerlichen Freiheit, das eigene Fortkommen gegen andere erringen zu müs­sen. Auch dazu herzlichen Glückwunsch!

Falsche Ordnung und das schöne Leben
»Selbstbestimmung«, das abstrakte Ideal der bürgerlichen Gesellschaft, ist nur im Rah­men einer be­wussten und unmittelbar gesellschaftlichen Produktion des gesellschaftlichen Reichtums zu ver­wirklichen. Erst dann nämlich unterläge sie nicht mehr dem Diktat des Privateigentums und seiner staatlichen Ordnungsmacht. Unser Ziel ist eine Gesellschaft, in der Bedürfnisse und Genüsse Ein­zelner nicht länger in Widerspruch zu Bedürfnissen und Genüssen aller stehen. Das schöne Leben ist nur gegen die herrschende Gesell­schaftsordnung zu verwirklichen, gegen den Verwertungszwang des Kapitals und gegen den Staat.

»…ums Ganze!«
Kommunistisches Bündnis

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