Archiv der Kategorie '...ums Ganze!'

Kongressprogramm veröffentlicht

Das Programm für den …ums Ganze!-Kongress “So, wie es ist, bleibt es nicht!” in Bochum vom 3. bis zum 5. Dezember 2010 steht mittlerweile weitgehend fest. Bis auf wenige Namen haben wir nun alle Zusagen der Referent*innen erhalten; einige Workshops werden in den kommenden Wochen noch ergänzt.

Das aktuelle Programm, die Möglichkeit zur Anmeldung und weitere Informationen gibt es auf der Kongress-Sonderseite oder auf unserer Kongresssonderseite.

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Good job!

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Unter dem Titel „Gute Arbeit! – Das …umsGanze!-Bündnis gratuliert zur Krise“ haben wir mit unseren Genoss*innen vom kommunistischen Bündnis …umsGanze! ein Flugblatt zur Krise veröffentlicht.

Ihr könnt es entweder hier als pdf oder im weiteren Verlauf dieses Artikels lesen.

Gute Arbeit!
Das umsGanze!-Bündnis gratuliert zur Krise

Die Öffentlichkeit blickt mit einer Mischung aus Entsetzen und Faszination auf die Entwick­lung der Konjunkturdaten. Fachthemen von »Börsianern« und anderen Wirtschaftsmeteo­rologen wie Aktieni­ndizes, Staatsschuldenstände und Kreditrisiken berauschen das Publi­kum. Wenn selbst in Euro­pa Banken pleite gehen und Staaten zahlungsunfähig werden – und nicht nur in »Schwarzafri­ka« oder wo sonst der Pfeffer wächst –, dann verbreiten sich sogar hierzulande Zweifel an der »Nach­haltigkeit« der herrschenden Gesellschaftsord­nung. Doch auch in weniger krisenhaften Zei­ten ist der Kapitalismus Quell beständiger Un­sicherheit, Armut und Erpressung. Die derzeitige Kri­se ist kein bloßer Betriebsunfall, son­dern Resultat der allgemeinen Prinzipien kapitalistischer Ver­wertung. Die Tendenz zu übergreifenden ökonomischen Krisen ist im Kapitalismus selbst angelegt. Eine über an­onyme Märkte vermittelte und gerade deshalb gnadenlose Konkurrenz zwingt das Ka­pital immer wieder zu riskanten, in der Regel kreditfinanzierten Investitionen, die sich im Nachhine­in als unren­tabel erweisen können. Das gilt für einzelne Kapitale, und um ein vielfa­ches verstärkt auch für gan­ze Branchen und Volkswirtschaften. Staat, Kapital und Lohnar­beit sind die grundlegenden Formen dieses Ausbeutungs- und Herrschaftsverhältnisses. Es wird tagtäglich von Menschenhand reprodu­ziert, und kann deshalb auch von Men­schenhand überwunden werden. Im Interesse einer nüchter­nen Lagebeurteilung rekapitu­lieren wir die gegenwärtigen Glanzleistungen der kapitalistischen Ord­nung.

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Mehr als 2500 Menschen gegen Deutschland

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Gegen die Nation demonstrierten am 2. Oktober mehr als 2500 Menschen durch die Bremer Innenstadt. Anlass war die staatsoffizielle Feier zum zwanzigjährigen Jubiläum der deutschen Wiedervereinigung an diesem Wochenende in Bremen. An den Gegenaktivitäten beteiligte sich u.a. das …ums Ganze!-Bündnis mit einem eigenem Block.

Eine ausführlichere Auswertung wird in nächster Zeit veröffentlicht werden.

Mehr Informationen findet ihr hier.

Der Aufruf vom …ums Ganze!-Bündnis findet ihr hier.

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Kein Tag für die Nation! Kein Tag für Deutschland! Demonstration am 2. Oktober, 16.30 Uhr, Bremen Hauptbahnhof

Am dritten Oktober dieses Jahres ist es mal wieder soweit: Die BRD zelebriert die Tatsache, dass es sie gibt. Wurde das »Superjubiläumsjahr 2009« – 60 Jahre Grundgesetz und 20 Jahre »friedliche Revolution« – noch in Berlin gefeiert, soll dieses Jahr Bremen zum Wallfahrtsort des schwarz-rot-goldenen Jubelrausches werden. Die Feierlichkeiten sind dabei kein Selbstzweck. In Zeiten von Staatsbankrott und Systemkrise versucht der Staat neue Legitimität zu schöpfen, und seine Maßnahmen zur Aufrechterhaltung des kapitalistischen Hauens und Stechens zu rechtfertigen. Wenn es den Deutschen nicht so wie den Griechen ergehen soll, muss das eigene Interesse eben der nationalen Schicksalsgemeinschaft untergeordnet werden.

Das »…ums Ganze!«-Bündnis ruft dazu auf, sich dem kollektiven Freudentaumel entgegen zu stellen. Wir wollen keinen sozialeren, krisenfreien Kapitalismus sondern gar keinen. Denn das schöne Leben ist nur jenseits von Staat, Nation und Kapital zu haben.

Aufruf des …umsGanze! Bündnisses & der Basisgruppe Antifa Bremen als pdf

„So, wie es ist, bleibt es nicht!“ – Der … umsGanze!- Kongress zu Krise und Arbeit

Vom 3. bis zum 5. Dezember findet an der Ruhr-Universität Bochum unser zweiter Kongress unter dem Titel: „So, wie es ist, bleibt es nicht!“ – Der … umsGanze!- Kongress zu Krise und Arbeit statt. Dort werden in verschiedenen Workshops, Diskussions- veranstaltungen & auf Podien die Themen Krise, Arbeit und deren Zusammenhang zum Kaptialismus diskutiert.

Kurzankündigung zum Kongress

So, wie es ist, bleibt es nicht – gestern noch als bestmögliche Wirtschaftsform geadelt, erscheint heute vielen der Kapitalismus mit seiner krisenhaften Dynamik eher als fortwährende Bedrohung der eigenen Lebenslage: EU-Staaten stehen vor dem Staatsbankrott, Geldanlagen privater Sparer haben sich in Luft aufgelöst. Massive Einsparungen im Sozial- und Gesundheitssystem stehen auf der Agenda. Ebenso Einschnitte beim Lohnniveau und eine Erhöhung des Rentenalters. Was einst als sicher galt, entpuppt sich in Zeiten der Krise umso mehr als umkämpftes Privileg auf Widerruf. Nicht allein Konservativen erscheint das einstige Fortschrittsversprechen des Kapitalismus deshalb längst als böser Fluch.

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Vorträge zu Krisennationalismus und materialistischen Staatstheorie von Agnoli

Bevor es in die Sommerferien geht, haben wir noch zwei Vorträge organisiert. In den Ferien gibt es dann traditionell und mittlerweile zum zehnten Mal das Antifacamp in Oberhausen.
Weitere Termine findet ihr auf unserer Terminseite

10. Juni 2010: Der Staat als ‘last resort’: Krisennationalismus 2010 (TOP B3rlin)
20:00 Uhr, voraussichtlich im SZ Bochum

Als die Krise losbrach, hieß es überall, dass eine “transnationale Regulation” etc. her muss. Als dann aber die “Rettungspakete” geschnürt wurden, stellte sich schnell heraus, dass die Staaten auch in der Krise vor allem Standortpolitik machen (müssen). In der Krise wurde auch die unterschiedliche nationalökonomische Leistungsfähigkeit der Staaten offensichtlich. Viele Staaten gerieten durch die kostspieligen Steuerungsversuche in neue Abhängigkeit von bürgenden und Gläubigerstaaten. Doch selbst die Staaten, die ihre ordnungspolitischen Wünsche durchsetzen konnten, bewegen sich in einem Widerspruch: Die Krise soll “bewältigt” werden, doch die Rückkehr auf einen kapitalistischen “Wachstumskurs” ist zugleich die Rückkehr zur krisenträchtigen Standortkonkurrenz. Die ökonomischen wie ideologischen Verwerfungen, die daraus hervor gehen, wollen wir uns in diesem Vortrag ansehen.

8. Juli 2010: Kritik der Politik als Politikwissenschaft? Zur materialistischen Staatstheorie von Johannes Agnoli und den Chancen einer kategorialen Marxrezeption (Jan Schlemermeyer, Frankfurt am Main)
20:00 Uhr, voraussichtlich im SZ Bochum

In den aktuellen Debatten der materialistischen Staatstheorie sind die Überlegungen von Johannes Agnoli kaum noch Thema. Wenn überhaupt, wird auf seine Zeitdiagnose „Die Transformation der Demokratie“ verwiesen, eine Auseinandersetzung mit seinem weitergehenden staatstheoretischen
Konzept bleibt jedoch aus. Im Gegensatz zu den breit rezipierten, hegemonietheoretischen Überlegungen von beispielsweise Nicos Poulantzas scheint Agnolis Ansatz einer „Kritik der Politik“ (Agnoli) ungeeignet für eine Analyse der aktuellen Transformationsprozesse (demokratischer) Staatlichkeit zu sein. Ein Grund dafür dürfte sein, dass er im Verdacht steht, ein – wenngleich bemerkenswert wortgewaltiges – Anhängsel der Staatsableitungsdebatte der 1970er Jahre zu sein und deren Funktionalismus zu teilen. Darüber hinaus hat Agnoli sich aber auch selbst nie besonders darum bemüht, seine Arbeiten für wissenschaftliche Debatten aufzubereiten.
Gleichwohl lassen sich seine Überlegungen für die aktuellen Herausforderungen nutzbar machen. Eine Systematisierung von Agnolis Überlegungen verweist dabei nicht nur auf Widersprüche und blinde Flecken bei Agnoli selbst, sondern vielmehr auch auf die ungeklärten Fragen einer materialistischen Gesellschaftstheorie als Ganzer. Denn sie erfordert, insofern sie die bekannte Gegenüberstellung von Funktionalismus und Handlungstheorie nicht einfach wiederholen will,eine Reformulierung wesenlicher Kategorien der Kapitalismuskritik. Im Vortrag soll in diesem Sinne auf der Grundlage wertkritischer Überlegungen (u.a. von Moishe Postone) ein mögliches Konzept der Transformation demokratischer Staatlichkeit skizziert werden. Die kapitalistische Gesellschaft ist demnach entlang des immer zugleich politischen und ökonomischen Prozess ihrer Reproduktion, dem Veränderung nicht entgegengesetzt, sondern vielmehr immanent ist, zu analysieren.
Diskutiert werden soll, inwiefern sich mit diesem Ansatz die älteren und neueren Veränderungen demokratischer Staatlichkeit begreifen lassen und was das für die Praxis heissen könnte.

10.-15. August: Antifacamp in Oberhausen

„Keinen Finger krumm für diese Gesellschaft“ Demo am 30.04. in Frankfurt a.M.

Nachdem im Jahr 2009 die …umsGanze!-Kampagne “Staat.Nation.Kapital.Scheiße – Gegen die Herrschaft der falschen Freiheit!” begann und der inhaltliche Fokus auf dem Supergedenkjahr lag, wollen wir den Schwerpunkt dieses Jahr auf die Thematik Arbeit verschieben. 2010 wird das Jahr, in dem die ökonomische Krise sich auf den Arbeitsmarkt niederschlagen wird. Alle gesellschaftlichen Gruppen, die die bestehenden gesellschaftlichen Verhältnisse nicht in Frage stellen wollen, werden ein Loblied auf die Wichtigkeit der Lohnarbeit singen. Kein Wunder, wenn diesen Akteuren die Gesellschaft als eine natürliche – damit unveränderbare Ordnung erscheint – und nicht als gesellschaftliches Verhältnis, das tagtäglich von Menschen produziert wird, weshalb es damit auch veränderbar ist. Es gibt also wie immer noch viel zu tun …

Lokaler Termin zur Kampagne:
21. April 2010 ab 20 Uhr Langer August Dortmund
Neben einer Mobi zum Euromayday am 1. Mai in Dortmund referiert der Antifa AK Köln über die Kampagne „Keinen Finger krumm für Deutschland!“ und die sozialrevolutionäre 30. April Demonstration in Frankfurt am Main.

Bundesweiter Aktionstag gegen das islamistische Regime in Iran

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Im Kontext des 8. März, dem Weltfrauentag, wird der zweite bundesweite Aktionstag gegen das islamistische Regime in Iran stattfinden. Die Unterdrückung der Frau stellt eine der zentralen Säulen der „islamischen Republik Iran“ dar.

Dazu wird es Aktionen in vielen Städten geben.

Einen Gesamtüberblick findet ihr hier: www.antifateheran.blogsport.de
Aufruf zum 2. bundesweiten Iran-Soliaktionstag für den 8. März 2010

Gebt uns (all) eure Tauschmittel!

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HalluziNation Deutschland?! Zur Kritik des Nationalismus

am 10.02. um 19:30 Uhr im KulturCafe an der Ruhr-Uni Bochum

Ein Gesprächsabend mit TOP Berlin zu Struktur, Transformation und Beharrlichkeit der Identifikation mit der Nation.

Anlässlich des 9. November unternimmt die BRD noch einmal eine letzte Anstrengung dieses Jahr, dem anstehenden Jubiläumskalender historischer Wendemarken „deutscher“ Geschichte feierlich-staatstragend und „in Würde“ zu folgen und der nationalen Befriedungssause Deutschland eine Fanmeile in Berlin zu geben, wo jeder mitmachen darf, kann und soll. Diesem „Fest der Freiheit“, bei dem sich Deutschland anlässlich des Mauerfalls als freiheitsliebender Friedenstifter geriert, wollen wir mit einer antinationalen Aktion begegnen, die eingebettet ist in der Kampagne „STAAT.NATION.KAPITAL.SCHEISSE. Gegen die Herrschaft der falschen Freiheit“ des UmsGanze-Bündnisses. Vorgestellt werden soll die Kampagne, in der die Kritik am Konzept der Nation an die aktuelle Erinnerungspolitik des befriedeten Exportweltmeisters Deutschlands anlässlich 60 Jahre Grundgesetz (als Gründungsmythos der BRD) und 20 Jahre Wiedererlangung der Souveränität (als Gründungsmythos des neuen Deutschlands) geknüpft wird.