Kongress-Warm-Up!

Es steht uns in den nächsten Wochen nicht nur der 2. …ums Ganze!-Kongress in Bochum ins Haus, wir werden Euch auch schon vorher die Möglichkeit geben, Euch zu informieren und mit uns zu diskutieren, als keines Aufwärmprogramm für den Kongress.

Hierfür werden wir am kommenden Dienstag, den 16. November 2010, im Sozialen Zentrum Bochum eine Einführung in die Kapitalismuskritik anbieten. Hier habt Ihr die Chance entweder neu in die Kapitalismuskritik einzusteigen oder Altbekanntes aufzufrischen. Der Titel der Veranstaltung lautet „Kleine Einführung in die Kritik der politischen Ökonomie“, einen Ankündigungstext findet Ihr am Ende dieses Postings. Das Ganze wird um 19 Uhr beginnen.

Eine Woche später, am Donnerstag, den 25. November, habt Ihr dann die Gelegenheit Euch über Griechenland und die dort derzeit herrschenden Zustände zu informieren. Mike Morelli vom Antifa AK Köln wird uns eine eine Fakten über die griechischen Wirtschaftsverhältnisse vermitteln und darüberhinaus auch die Reaktion der griechischen Linken und deren aktuellen theoretischen Produkte darstellen. Diese Veranstaltung steht unter dem Titel „Crisis in Greece: Ursachen – Reaktionen – Perspektiven?“, auch sie wird im Sozialen Zentrum Bochum stattfinden und um 19 Uhr beginnen.

Die Kommunistische Gruppe Bochum würde sich freuen Euch auf unseren Veranstaltungen begrüßen zu dürfen!

„Kleine Einführung in die Kritik der politischen Ökonomie“

“Er ist vernünftig, jeder versteht ihn. Er ist leicht.” schrieb Bertolt
Brecht im “Lob des Kommunismus” über eben diesen. An dem Vernünftig
besteht sicherlich kein Zweifel, mit dem leicht ist es aber oft so eine
Sache. Diese Einführung soll hier Abhilfe schaffen. Grundlegend und
verständlich wird ein Überblick über die Marxsche Kritik der politischen
Ökonomie gegeben und unter anderem aufgezeigt, was es denn mit dem
Kapital- und Warenfetisch auf sich hat und wie der Mehrwert in das G – W
- G’ kommt.“

DI, 16.11.2010 | 19 Uhr | SZ Bochum

Crisis in Greece: Ursachen – Reaktionen – Perspektiven?

Die Weltwirtschaftskrise der letzten Jahre fand ihren brisantesten
Ausdruck in der Staatsverschuldungskrise Griechenlands: Sie traf einen
wirtschaftlich und gesellschaftlich krisenhaften Staat, führte ihn zum
beinahen Staatsbankrott und zu einem 750 Milliarden schweren
“Rettungsschirm” aus der E.U. Der Staat verwandelte sich innerhalb von
Wochen in ein Experimentierfeld einer neuen “Schockpolitik”: Unter dem
Diktat der E.U. und I.W.F. setzt die griechische Regierung auf ein
enormes Sparprogramm um die “Ausquetschmaschinerie” der Bevölkerung im
Gang zu setzen. Über die reelen Ursachen reden dennoch wenige: Wie hat
sich die griechische Wirtschaft seit dem Eintritt in die E.U. entwickelt
und was bedeutete der Beitritt in die Eurozone? Warum traf die Krise
grade Griechenland?

Die staatlichen Krisenmaßnahmen blieben nicht unbeantwortet. Die
Krisenproteste gegen die Sparmaßnahmen der Regierung entwickelten sich
im letzten Frühjahr kurzzeitig zu einer Massenbewegung. Die von den
sozialdemokratisch Gewerkschaften beeinfußten Streikdemos und die
zahlreichen kreativen Aktionen von Lohnabhängigen erreichten die größte
Mobilisierung seit dem Ende der Militärdidaktur und eröffneten
europaweit Perspektiven und Diskussionen über einen möglichen heißen
Herbst. Welche Perspektiven ergaben und ergeben sich in den
Auseinandersetzungen mit der Vermittlung und Legitimierung der
Krisenmaßnahmen. Ist der erwartete heiße Herbst eingetroffen? Was
hindert einen staatskritischen Protest? Und was sollte vielleicht für
uns hier in der BRD effektive Solidarität heißen?

Mike Morrelli vom Antifa AK Köln geht erstmal auf die Ursachen und die
Entwicklung der Staatsverschuldungskrise Griechenlands ein. Dabei wird
die spezielle Lage der griechischen Wirtschaft und Gesellschaft erklärt.
Dann zeichnet er die Reaktionen gegen den Sozialabbau und den Aufbruch
antiautoritärer Aktionsformen in Griechenland nach und kritisiert die
staatsaffirmativen und nationalistischen Positionen in der griechischen
und deutschen Linken. Daraus ergibt sich eine aktuelle Einschätzung der
Lage im “Krisenland” und welche mögliche Folgen und Perspektiven sich
ergeben.

DO, 25.11.2010 | 19 Uhr | SZ Bochum