Archiv für Oktober 2010

Kongressprogramm veröffentlicht

Das Programm für den …ums Ganze!-Kongress “So, wie es ist, bleibt es nicht!” in Bochum vom 3. bis zum 5. Dezember 2010 steht mittlerweile weitgehend fest. Bis auf wenige Namen haben wir nun alle Zusagen der Referent*innen erhalten; einige Workshops werden in den kommenden Wochen noch ergänzt.

Das aktuelle Programm, die Möglichkeit zur Anmeldung und weitere Informationen gibt es auf der Kongress-Sonderseite oder auf unserer Kongresssonderseite.

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300 Menschen auf Demonstration gegen den hessischen Unternehmertag

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Am gestrigen Tage demonstrierten 300 Menschen in Wiesbaden gegen den hessischen Unternehmertag. Mit dieser Teilnehmer*innenzahl für einen Dienstagabend befanden die Veranstalter*innen die Demonstration als erfolgreich. Mit Blick auf das nächste Jahr kündigte Dörthe Stein, Pressesprecherin der Demonstration, an: „Und bestimmt werden es im nächsten Jahr mehr – wir machen das nämlich wieder!“

Weitere Informationen bekommt ihr bei unseren Genoss*innen der autonomen antifa [f] oder beim sozialrevolutionären und antinationalem Krisenbündnis. Den Aufruf, den auch wir unterstützten, findet ihr hier.

Good job!

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Unter dem Titel „Gute Arbeit! – Das …umsGanze!-Bündnis gratuliert zur Krise“ haben wir mit unseren Genoss*innen vom kommunistischen Bündnis …umsGanze! ein Flugblatt zur Krise veröffentlicht.

Ihr könnt es entweder hier als pdf oder im weiteren Verlauf dieses Artikels lesen.

Gute Arbeit!
Das umsGanze!-Bündnis gratuliert zur Krise

Die Öffentlichkeit blickt mit einer Mischung aus Entsetzen und Faszination auf die Entwick­lung der Konjunkturdaten. Fachthemen von »Börsianern« und anderen Wirtschaftsmeteo­rologen wie Aktieni­ndizes, Staatsschuldenstände und Kreditrisiken berauschen das Publi­kum. Wenn selbst in Euro­pa Banken pleite gehen und Staaten zahlungsunfähig werden – und nicht nur in »Schwarzafri­ka« oder wo sonst der Pfeffer wächst –, dann verbreiten sich sogar hierzulande Zweifel an der »Nach­haltigkeit« der herrschenden Gesellschaftsord­nung. Doch auch in weniger krisenhaften Zei­ten ist der Kapitalismus Quell beständiger Un­sicherheit, Armut und Erpressung. Die derzeitige Kri­se ist kein bloßer Betriebsunfall, son­dern Resultat der allgemeinen Prinzipien kapitalistischer Ver­wertung. Die Tendenz zu übergreifenden ökonomischen Krisen ist im Kapitalismus selbst angelegt. Eine über an­onyme Märkte vermittelte und gerade deshalb gnadenlose Konkurrenz zwingt das Ka­pital immer wieder zu riskanten, in der Regel kreditfinanzierten Investitionen, die sich im Nachhine­in als unren­tabel erweisen können. Das gilt für einzelne Kapitale, und um ein vielfa­ches verstärkt auch für gan­ze Branchen und Volkswirtschaften. Staat, Kapital und Lohnar­beit sind die grundlegenden Formen dieses Ausbeutungs- und Herrschaftsverhältnisses. Es wird tagtäglich von Menschenhand reprodu­ziert, und kann deshalb auch von Men­schenhand überwunden werden. Im Interesse einer nüchter­nen Lagebeurteilung rekapitu­lieren wir die gegenwärtigen Glanzleistungen der kapitalistischen Ord­nung.

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Kommunistische Lach- und Sachgeschichten

Zunächst einmal wollen wir Euch auf die Änderungen auf der Kongresshomepage hinweisen, schaut einfach mal rein!

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Des Weiteren ist ein Mobivideo für die Demonstration in Wiesbaden erschienen, Ihr könnt es Euch hier anschauen. Ebenso wurde ein Demonstrationskonzept veröffentlich, das Ihr hier findet.

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Zur Schärfung der Kritik als Waffe können Euch folgende Veranstaltungen dienen:

Die Marxherbstschule in Berlin vom 29.-31.Oktober
Diesmal wird sich alles um den dritten Band des Kapitals drehen, aber auch für Einsteiger*innen gibt es eine Einführung in den ersten Band. Weitere Informationen findet Ihr hier.

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Die Veranstaltungsreihe “Was uns beherrscht” in Bielefeld bietet Euch einen Überblick über verschiedene Themen der radikalen Linken. Hierbei legen wir Euch die Veranstaltung mit unseren Genossen der Gruppe Kritik und Intervention am 22. November mit dem Thema “Staat, Weltmarkt und die Herrschaft der falschen Freiheit” gesondert ans Herz.

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Ein weiterer Termin ist ein Bochumer Traditionstermin:
Die Rote Ruhr Uni findet dieses Jahr zum 14. Mal statt und behandelt diesmal Themen wie die Kritische Theorie und Fragen der Moral. Mehr Informationen hier.

Abschließend wollen wir Euch noch zwei Veranstaltungen unserer Kölner Genoss*innen vom Antifa AK empfehlen, zum einen die Abendveranstaltung “So radikal sein wie die Wirklichkeit?! – Per­spek­ti­ven zwi­schen Ohn­macht und Revolten” und das Wochenendseminar “Was meint eigentlich Kapitalismus?”. Erstere findet am 12.November 2010 in Köln statt und diskutieren werden die Freun­din­nen und Freunde der klas­sen­lo­sen Gesell­schaft & Det­lef Hart­mann, weitere Informationen hier. Zweiteres findet am Wochenende vom 19.-21. Novem­ber in der Uni­ver­si­tät Köln statt. Das Seminar wird von dem Insti­tut für kate­go­riale Ana­lyse geleitet und behandelt Themen der Klas­sen– und Wert­theo­rien, der Staatstheorie und die Frage von Geschlecht und Kapitalismus. Weitere Informationen findet Ihr hier.

Kein Bock auf IslamistInnen!

Eigentlich sollte es eine Selbstverständlichkeit für Antifaschist*innen sein, nicht nur gegen Nazis, sondern auch gegen religiöse Fundamentalist*innen Stellung zu beziehen, denn diese sind auch Feinde einer freien Gesellschaft. Während es gegen christliche Fundamentalist*innen oftmals noch klappt (z.B. gegen 1000 Kreuze), herrscht gegenüber IslamistInnen oftmals Ratlosigkeit bzw. fehlt es an kritischer Distanz. Aus diesem Grunde unterstützen wir den Aufruf der autonomen antifa [f] „Gegen linke Bewusstlosigkeit – für einen konsequenten Antifaschismus!“.

Für die weitere Lektüre sei die Broschüre “Isla­mis­mus Kul­tur­phä­no­men oder Kri­sen­lö­sung” von der KP Berlin aus dem Jahre 2006 empfohlen: PDF

Ihr findet den Aufruf entweder als PDF-Datei hier oder lest ihn euch einfach bei uns auf der Seite durch.

Gegen linke Bewusstlosigkeit – für einen konsequenten Antifaschismus!

Eine Bedingung wird sich für die Linke nie ändern: Wenn sie alle Verhältnisse umwerfen will, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist (Marx), wenn sie also Emanzipation und eine befreite Gesellschaft will – dann braucht sie zwar vor allem eine radikale Kritik dieser Verhältnisse, aber kommt dabei nicht um deren aktuelle Beschaffenheit herum. Die Ausgangslage für den Kampf um eine befreite Gesellschaft ändert sich ständig, ihm kommen zu unterschiedlichen Zeiten und Orten unterschiedliche Gegenbewegungen, Probleme und Chancen entgegen. So stehen etwa Faschismus, Wirtschaftswunder oder Krise für sehr verschiedene Ausgangslagen, die stets auch verschiedene Gegenstrategien erfordern.

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Empfehlung des Hauses: Straßen aus Zucker #4

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Zwar schon vor einiger Zeit erschienen, aber trotzdem der Erwähnung wert, ist die vierte Ausgabe der Zeitung „Straßen aus Zucker“. Diesmal liegt der Schwerpunkt auf der Kritik der Nation rund um das zwanzigjährigen Jubiläum der Wiedervereinigung der BRD. In weiteren Artikeln wird noch geklärt, was Geschlecht und Staat oder Fußball und die Nation verbindet. Abgerundet wird das ganze Heft mit einem Interview mit Tocotronic, hier erfahrt ihr, was sie gegen Deutschland haben.

Das ganze Heft ist hier als pdf lesbar oder ihr bestellt für Euch und Eure Freunde einfach hier ein paar Exemplare. Ansonsten haben wir sie natürlich auch für Euch im Sozialen Zentrum Bochum ausgelegt.

Die kommunistische Gruppe Bochum wünscht Euch viel Spaß bei der Lektüre!

Mehr als 2500 Menschen gegen Deutschland

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Gegen die Nation demonstrierten am 2. Oktober mehr als 2500 Menschen durch die Bremer Innenstadt. Anlass war die staatsoffizielle Feier zum zwanzigjährigen Jubiläum der deutschen Wiedervereinigung an diesem Wochenende in Bremen. An den Gegenaktivitäten beteiligte sich u.a. das …ums Ganze!-Bündnis mit einem eigenem Block.

Eine ausführlichere Auswertung wird in nächster Zeit veröffentlicht werden.

Mehr Informationen findet ihr hier.

Der Aufruf vom …ums Ganze!-Bündnis findet ihr hier.

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Demonstration gegen den hessischen Unternehmertag 2010

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Wir unterstützen den Aufruf gegen den hessischen Unternehmertag 2010 am Dienstag, den 26. Oktober 2010 um19 Uhr am Wiesbadener Hbf:

Heraus gegen den hessischen Unternehmertag

Diesen Herbst will die Bundesregierung die Kosten für die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes Deutschland in der Krise des Kapitalismus mit einem weiteren Kürzungspaket auf dem Rücken von Lohnabhängigen und Erwerbslosen abladen. Währenddessen findet in der Kurstadt Wiesbaden ein bemerkenswerter Event statt. Am Dienstag, den 26. Oktober, lädt der Verband hessischer Unternehmer (VhU) hier zu seinem jährlichen „Unternehmertag“. Erwartet werden über 1200 UnternehmerInnen und PolitikerInnen, die unter dem Motto „Mit Energie in Deutschlands Zukunft“ nicht nur „Gute-Laune-Jazz“, sondern auch Reden verschiedener „wirtschaftlicher und politischer Experten“ hören wollen. Geboten werden wieder einmal Vorschläge wie Hartz IV und staatlicher Arbeitszwang „effektiver“ organisiert und die nationale Komplizenschaft mit dem „Exportweltmeister Deutschland“ in der Standortkonkurrenz gegen den Rest der Welt enger geschnürt werden kann. Doch damit nicht genug: Höhepunkt des Abends wird auch dieses Jahr die Krönung der „Hessenchampions“, d.h. der Firmen, die trotz oder gerade wegen der Wirtschaftskrise ihre Weltmarktanteile ausbauen konnten. Egal ob Studiengebühren und autoritäre Hochschulpolitik, Flughafenausbau und Atomenergie, Hartz IV und Leiharbeit, kapitalistische Stadtentwicklung und Gentrifizierung oder auch die rassistische Selektion in „nützliche und unnütze MigrantInnen“: Der Verband hessischer Unternehmer ist mit seiner Presse- und Öffentlichkeitsarbeit stets an vorderster Front, wenn es darum geht die Interessen des Wirtschaftsstandortes gegen die Bedürfnisse der meisten Menschen durchzusetzen. Und der VhU ist damit erfolgreich.
Das nationale Kapital, sein Staat und dessen Fans haben also Grund zu feiern – da wollen wir nicht fehlen.

Demo gegen den hessischen Unternehmertag 2010

Gegen Lohnarbeit, Leistungsterror und Standortkonkurrenz – Die Krise heißt Kapitalismus!

Die Langversion des Aufrufs findet ihr hier

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