„So, wie es ist, bleibt es nicht!“ – Der … umsGanze!- Kongress zu Krise und Arbeit

Vom 3. bis zum 5. Dezember findet an der Ruhr-Universität Bochum unser zweiter Kongress unter dem Titel: „So, wie es ist, bleibt es nicht!“ – Der … umsGanze!- Kongress zu Krise und Arbeit statt. Dort werden in verschiedenen Workshops, Diskussions- veranstaltungen & auf Podien die Themen Krise, Arbeit und deren Zusammenhang zum Kaptialismus diskutiert.

Kurzankündigung zum Kongress

So, wie es ist, bleibt es nicht – gestern noch als bestmögliche Wirtschaftsform geadelt, erscheint heute vielen der Kapitalismus mit seiner krisenhaften Dynamik eher als fortwährende Bedrohung der eigenen Lebenslage: EU-Staaten stehen vor dem Staatsbankrott, Geldanlagen privater Sparer haben sich in Luft aufgelöst. Massive Einsparungen im Sozial- und Gesundheitssystem stehen auf der Agenda. Ebenso Einschnitte beim Lohnniveau und eine Erhöhung des Rentenalters. Was einst als sicher galt, entpuppt sich in Zeiten der Krise umso mehr als umkämpftes Privileg auf Widerruf. Nicht allein Konservativen erscheint das einstige Fortschrittsversprechen des Kapitalismus deshalb längst als böser Fluch.

Wir wollen mit dem Kongress ein systematisches Verständnis der aktuellen Krise fördern und nach dem generellen Zusammenhang zwischen Arbeit, kapitalistischer Verwertung und krisenhafter Entwicklung rragen. Der Kongress verfolgt dabei folgende Linie: Angefangen bei der Frage nach dem Zusammenhang von Krise und kapitalistischer Produktionsweise im Allgemeinen, wollen wir das Besondere der aktuellen Krise analysieren und nach den Transformationen der Arbeit und des Sozialen fragen. Schließlich soll kontrovers die Tragfähigkeit des Konzepts einer ‚sozialen Gerechtigkeit’ für eine emanzipatorische Linke diskutiert werden. Das Nachdenken über Alternativen zum Kapitalismus muss sich als doppelte Kritik vollziehen: Am Kapitalismus als verselbstständigtes, unnötiges Zwangsverhältnis ebenso wie am (Real-)Sozialismus als schlechter Versuch seiner Aufhebung. In diesem Sinne wollen wir auf dem Kongress diskutieren, wie ein Bezug auf den Kommunismus heute aussehen könnte.

So, wie es ist, bleibt es nicht – Das ist auch die Einsicht, dass die Herrschaft der kapitalistischen Produktionsweise mit all ihren Verheerungen prinzipiell abgeschafft werden kann. Den Kapitalismus durch einen „Verein freier Menschen“ zu ersetzen, diesem Vorhaben sieht sich der Kongress verpflichtet.