Archiv für April 2010

„Keinen Finger krumm für diese Gesellschaft“ Demo am 30.04. in Frankfurt a.M.

Nachdem im Jahr 2009 die …umsGanze!-Kampagne “Staat.Nation.Kapital.Scheiße – Gegen die Herrschaft der falschen Freiheit!” begann und der inhaltliche Fokus auf dem Supergedenkjahr lag, wollen wir den Schwerpunkt dieses Jahr auf die Thematik Arbeit verschieben. 2010 wird das Jahr, in dem die ökonomische Krise sich auf den Arbeitsmarkt niederschlagen wird. Alle gesellschaftlichen Gruppen, die die bestehenden gesellschaftlichen Verhältnisse nicht in Frage stellen wollen, werden ein Loblied auf die Wichtigkeit der Lohnarbeit singen. Kein Wunder, wenn diesen Akteuren die Gesellschaft als eine natürliche – damit unveränderbare Ordnung erscheint – und nicht als gesellschaftliches Verhältnis, das tagtäglich von Menschen produziert wird, weshalb es damit auch veränderbar ist. Es gibt also wie immer noch viel zu tun …

Lokaler Termin zur Kampagne:
21. April 2010 ab 20 Uhr Langer August Dortmund
Neben einer Mobi zum Euromayday am 1. Mai in Dortmund referiert der Antifa AK Köln über die Kampagne „Keinen Finger krumm für Deutschland!“ und die sozialrevolutionäre 30. April Demonstration in Frankfurt am Main.

Gegen den Humbug der Wahlen – raus auf die Straße…

Aufruf der AJB zur Demo am 10.April 2010, Startpunkt 18 Uhr Massenbergboulevard sichtbar vom Bochumer HBF

…für eine soziale Revolution!

Eigentlich wollte am 10. April 2010 die neonazistische NPD eine landesweite Wahlkampfkundgebung auf dem Massenbergboulevard in der Bochumer Innenstadt abhalten. Als die antifaschistische Mobilisierung und Bildung eines Blockadebündnisses gerade anlief, zog der Vorsitzende der Bochumer und der NRW-NPD Claus Cremer die Anmeldung wieder zurück. Das entlässt uns als AntifaschistInnen allerdings nicht aus der Verantwortung uns inhaltlich und praktisch in diesem Wahlkampf mit der NPD, ProNRW und den rechtsradikalen Splitterparteien auseinanderzusetzen. Bei dieser Auseinandersetzung genügt es nicht eine ernst gemeinte Kritik des Nationalismus und des Rassismus der rechtsradikalen Parteien zu üben, die jedoch vor dem gesellschaftlichen Kontext in dem diese Ideologien entstehen halt macht. Man muss sich einerseits mit der bürgerlichen Gesellschaft, die die Grundlagen für diese Ideologien liefert auseinandersetzen, andererseits mit dem deutschen Staat, der selbst rassistische und großmachtorientierte Politik betreibt. Im Rahmen des Wahlkampfes ist es da natürlich besonders interessant, die bürgerlichen Parteien, als Schnittstelle zwischen „Staat“ und „Gesellschaft“ aufs Korn zu nehmen. Und genau das wollen wir mit unserer Demonstration tun. Wir wollen ein Zeichen setzen gegen den Humbug der Wahlen. Und wir wollen die Menschen motivieren, anstatt wählen zu gehen, die Probleme selbst anzupacken. Denn der gemeinsame, breite Widerstand gegen kapitalistische Zumutungen wie Sozialabbau und HartzIV, Gängelung in der Schule, Krieg und Militarisierung, Abschiebung, oder eben die Existenz faschistischer Strukturen, ist das wirksamste Mittel konkrete Verbesserung für das eigene Leben und das seiner Mitmenschen zu erreichen.

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