Archiv für Mai 2009

6. Juni: Antifa-Demo gegen den Nazi-Laden „Oseberg“ in Essen

Anfang April 2009 eröffnete auf der Viehofer Straße 20 in Essen das Bekleidungsgeschhäft „Oseberg“. „Oseberg“ ist eine von neun Filialen der MediaTex GmbH, die die Neonazi-Marke „Thor Steinar“ produziert und vertreibt. Seit der Eröffnung kam es zu vielfältigen Unmutsbekundungen gegen das rechte Geschäft in der Essener Innenstadt. Diese reichten von Flugblattverteilungen über Demonstrationen bis hin zu massiven Sachbeschädigungen. Für den 6.6. ruft die Antifa Essen Z gemeinsam mit dem Bündnis gegen Oseberg zu einer neuerlichen Demonstration auf.

Die Demo startet um 14.00 Uhr auf dem Willy-Brandt-Platz in Essen (direkt am Hbf.)
Den Aufruf zur Demo findet ihr hier und alle weiteren wichtigen Infos zu dem Laden und der Demo gibt es hier!

Bereits am 27.05. informiert im Jugendzentrum Essen (Papestr. 1) ein Referent des apabiz über „Thor Steinar“ und den neuen Lifestyle der extremen Rechten. Beginn ist um 19.00 Uhr

Kleine Erinnerung: Vortrag zum Thema „Kolonialismus“ am kommenden Donnerstag!

Falls es euch nach dem ereignisreichen letzten Wochenende entfallen sein sollte: Am kommenden Donnerstag den 28.05. gibts den Vortrag „Deutscher Kolonialismus“ im SZ Bochum ab 20 Uhr und im Anschluss wie jeden Donnerstag unser Cafè!

UPDATE === Antifaschistische Demo „Gegen Neonazis und Dortmunder Zustände“ am 23.05.2009 in Dortmund! === UPDATE

Hier gibt es den Bericht der antifaschistischen Union Dortmund mit Bildern zur Demo!

Kommt zur antifaschistischen Demonstration:
23.05.2009 (Sa.) / 13 Uhr / Dortmund / Hauptbahnhof (Vorplatz)

Aufruf „Gegen Neonazis und Dortmunder Zustände“

Am Sonntagmorgen, gegen 1 Uhr früh, griffen etwa zehn dunkel gekleidete Personen einen 40jährigen Mann an und schlugen so heftig auf ihn ein, dass die Ärzte im Krankenhaus von akuter Lebensgefahr sprechen. Das Opfer liegt weiterhin im künstlichen Koma. Die Polizeipresse spricht in diesem Zusammenhang von einem „versuchte[n] Tötungsdelikt“. Die Staatsanwaltschaft hüllt sich bisher weitgehend in Schweigen und will zu dem Vorfall keine konkreteren Angaben machen. Die Täter konnten vorerst flüchten, sind aber bekannt und stehen unter massivem Druck, sich der Polizei zu stellen. Laut Presseberichten hätten sich die Angreifer den Mann „gezielt ausgesucht“: Auf im Internet veröffentlichten Bildern ist das Opfer mit einem antifaschistischen T-Shirt zu sehen, welches er auch in der Nacht des Überfalls getragen haben soll.
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News zur Demo am 23. in Berlin

Hier findet ihr ein tolles …ums Ganze! – Mobi-Video zur antinationalen Parade am 23. Mai in Berlin!

Und hier gibts den dazugehörigen Jingle!

Für alle spontanen und kurzentschlossenen unter euch gibt es die allerletzten Bus-Tickets aus NRW nach Berlin heute abend ab 21 Uhr während unseres Cafes im SZ zu kaufen!

News: Nachdem sich bereits die Berliner Zeitung und die Pressestelle der Berliner CDU mit der Parade beschäftigt haben, legt nun die BZ nach und beginnt mit der Frage “Was ist die passende Antwort“? die Hetze gegen die Demonstration. Rechte Medien wie die Junge Freiheit oder Politically Incorrect beteiligten sich sofort. In der Berliner Morgenpost kündigt die Polizei ihre massenhafte Teilnahme an.

Der Berliner Ermittlungsausschuss ist geschaltet und am 23.05. unter der Nummer 030-6922222 erreichbar. Solltet ihr festgenommen werden oder Festnahmen beobachten, wendet euch an den EA.

Bustickets für antinationale Demo am 23.5. in Berlin

berlin

Wie ihr sicher schon mitbekommen habt, findet am 23. Mai um 18 Uhr in Berlin anläßlich des 60jährigen Bestehens der BRD eine antinationale Demo unter dem Motto „Etwas Besseres als die Nation – Gegen die Herrschaft der falschen Freiheit“ statt.
Aus NRW wird ein Bus über Köln und Dortmund zu der Demo fahren; Tickets gibt es für 10€! Falls ihr welche haben wollt, meldet euch so schnell wie möglich bei uns.

ETWAS BESSERES ALS DIE NATION

Gegen die Herrschaft der falschen Freiheit

Antinationale Demo // Berlin // 23.5.09 // 18 Uhr // Rosa-Luxemburg-Platz

Partyparty!
Am 23. Mai feiert die Bundesrepublik ihren 60. Geburtstag. 60 Jahre Grundgesetz – eine Er­folgsgeschichte: 60 Jahre ir­gendwie Men­schenwürde; 60 Jahre kein deutscher Faschismus, sondern Rechtsstaat; 60 Jahre mitentscheiden, welche Farbe regiert; 60 Jahre mehr oder weniger „Wohlstand für alle“ durch „soziale Marktwirtschaft“; 60 Jahre Frieden in Europa; 60 Jahre Tralala. Es gibt schlimmeres als den deutschen Staat. Das war nicht immer so. Deshalb bekommt die BRD sogar von vielen Linken Re­spekt, die ihre Bratwurstbürger_innen und Polithansel widerlich finden, und die weghören wenn die Glotze mal wieder „Du bist Deutschland!“ sagt. Selbst die Systemkrise des Kapitalismus kann die Feierstimmung nicht verhageln. Im Gegenteil, sie erinnert alle daran, dass in der kapitalistischen Weltordnung nur Vater Staat ein kleines bisschen Sicherheit geben kann. Jedenfalls hierzulande. Mit seinen „Rettungspaketen“ und „Schutzschirmen“ erscheint er als Obersamariter der Nation, und seine freiheitlich-demokratische Herrschaft als historische Segnung. Die Identifikation mit der Nation braucht kein Säbelrasseln und kein Stramm­stehen, und auch keinen Brandstifterrassismus. Es genügt, wenn sich alle Aufenthaltsberechtigten fürs Gemeinwohl ins Zeug legen.
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Cafe am 14. Mai fällt leider aus!

Leider muss unser wöchentliches Cafe im SZ Bochum am kommenden Donnerstag den 14. Mai auf Grund anderer politischer Aktivitäten ausfallen!

Der Nation das Herz brechen – Das Event zur Varusschlacht verderben

Der Nation das Herz brechen!

Demonstration gegen die Feierlichkeiten in Detmold anlässlich des 2000-jährigen Jubiläums der Varusschlacht.

16. Mai | 15h | Detmold | Antinationale Demonstration

Am 15. und 16. Mai wird mit viel Trara die Ausstellung »IMPERIUM KONFLIKT MYTHOS. 2000 Jahre Varusschlacht« in Kalkriese, Haltern am See und Detmold eröffnet – Am Freitag den 15. sogar direkt von Angela Merkel höchstpersönlich. Warum die Tatsache, dass die Varusschlacht sich 2009 zum 2000. mal jährt, eine ganze Region in den Bann ziehen kann liest sich bei den Veranstaltern zum Beispiel so: »Die Varusschlacht, auch bekannt als die Schlacht im Teutoburger Wald, wurde zu einem Ereignis von welthistorischer Bedeutung. Sie hat das heutige Europa entscheidend geprägt.«

Den Veranstaltern geht es zwar nicht darum Hermann zu einem direkten Gründnungsvater der Nation zurecht zu lügen, wohl aber darum in den teutonischen Urwäldern nach einer gemeinsamen Kultur, Geschichte und Identität der Deutschen und Europas zu suchen, die die Zerrissenheit der Gesellschaft zu flicken vermag. Obendrein werden Europa und Deutschland zu den freisten und friedlichsten Orten verkitscht, in denen jemals kapitalistische Produktion auf der Tagesordnung standen.

Wir wollen bei diesem Selbstfindungstrip nicht konstruktiv mitmachen und um die besseren geschichtlichen Fakten konkurrieren. Stattdessen wollen wir immer und überall an der Denunziation unserer Zwangskollektive – und den Events die diese legitimieren sollen – arbeiten.

Hier gehts zum Aufruf und hier zur Sonderseite!

Vortrag: „Deutscher Kolonialismus“ im SZ am 28.05. ab 20 Uhr

Während die meisten anderen europäischen Großmächte schon weit vor dem 19. Jahrhundert über beträchtliche koloniale Besitzungen verfügten, gab es in Deutschland nur wenig Bestrebungen, außerhalb Europas eine aggressive Expansionspolitik zu betreiben und ein Kolonialreich zu erbauen. Bis auf wenige Ausnahmen dauerte es bis in die 80er Jahre des 19. Jahrhunderts, ehe sich Deutsche anschickten, die Welt zu erobern – denn unter anderem Reichskanzler Bismarck war Zeit seines Lebens ein ausgesprochener Gegner kolonialer Abenteuer. So ploetzlich, wie die deutsche Kolonialpolitik begonnen hatte, endete sie allerdings auch wieder, denn durch den verlorenen ersten Weltkrieg musste das deutsche Reich alle Kolonien an die Siegermächte abtreten. Doch schon in den wenigen Jahren, die die Gebiete unter deutschen Administration verweilten, hatten deutsche Truppen eine blutige Spur durch das suedliche Afrika gezogen.

Im Vortrag soll die Entstehung des deutschen Wunsches nach einem Kolonialreich nachgezeichnet werden. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf die Frage gelegt, inwiefern sich Kontinuitäten in den Denk- und Sichtweisen zwischen deutschem Imperialismus und Nationalsozialismus ziehen lassen, auch in Anbetracht der Frage, ob der Massenmord an den Herero ein Vorläufer desjenigen an den europäischen Juden war.

Der Vortrag findet am 28.05. um 20 Uhr im Sozialen Zentrum Bochum im Rahmen des Cafes der Kommunistischen Gruppe Bochum statt. Im Anschluss gibt es, wie an jedem Donnerstag im SZ, nette Getränke in guter Gesellschaft.

Das Soziale Zentrum Bochum befindet sich in der Josephstr. 2 in der Nähe der U 35-Haltestelle „Feldsieperstraße“ – eine Wegebschreibung gibt es hier!

Etwas Besseres als die Nation – Gegen die Herrschaft der falschen Freiheit!

Am 23. Mai feiert die BRD ihren 60. Geburtstag. 60 Jahre Grundgesetz, 60 Jahre Demokratie und Eierkuchen für alle. Da kommt die Krise gerade recht. Mit seinen „Rettungspaketen“ und „Schutzschirmen“ erscheint Vater Staat als Obersamariter der Nation, seine Herrschaft als historischer Segen. Doch die Ordnung des Staates verewigt nur das kapitalistische Hauen und Stechen. Sie hält die Menschen in Konkurrenz gegen einander, und verklebt sie gleichzeitig zur Schicksalsgemeinschaft Standort. Die Identifikation mit der Nation ist ein Schutzreflex gegen den kapitalistischen Alltag, der den kapitalistischen Alltag bestätigt. Gerade in Deutschland. ‘Soziale Marktwirtschaft’ ist nationaler Burgfrieden ohne Ende. So ein Quatsch! Die Feier der Nation ist ein Angriff auf das schöne Leben und die befreite Gesellschaft. Geben wir diesem Angriff die passende Antwort!

Antinationale Parade: Sa 23.05., 18 Uhr, Rosa-Luxemburg-Platz (Berlin).

Zum Aufruf: Etwas Besseres als die Nation

Über Köln und Dortmund wird ein Bus nach Berlin fahren. Demnächst hier mehr Infos , wann und wo ihr Bus-Tickets kaufen könnt!