HalluziNation Deutschland?! Zur Kritik des Nationalismus

am 10.02. um 19:30 Uhr im KulturCafe an der Ruhr-Uni Bochum

Ein Gesprächsabend mit TOP Berlin zu Struktur, Transformation und Beharrlichkeit der Identifikation mit der Nation.

Anlässlich des 9. November unternimmt die BRD noch einmal eine letzte Anstrengung dieses Jahr, dem anstehenden Jubiläumskalender historischer Wendemarken „deutscher“ Geschichte feierlich-staatstragend und „in Würde“ zu folgen und der nationalen Befriedungssause Deutschland eine Fanmeile in Berlin zu geben, wo jeder mitmachen darf, kann und soll. Diesem „Fest der Freiheit“, bei dem sich Deutschland anlässlich des Mauerfalls als freiheitsliebender Friedenstifter geriert, wollen wir mit einer antinationalen Aktion begegnen, die eingebettet ist in der Kampagne „STAAT.NATION.KAPITAL.SCHEISSE. Gegen die Herrschaft der falschen Freiheit“ des UmsGanze-Bündnisses. Vorgestellt werden soll die Kampagne, in der die Kritik am Konzept der Nation an die aktuelle Erinnerungspolitik des befriedeten Exportweltmeisters Deutschlands anlässlich 60 Jahre Grundgesetz (als Gründungsmythos der BRD) und 20 Jahre Wiedererlangung der Souveränität (als Gründungsmythos des neuen Deutschlands) geknüpft wird.

…umsGanze! empfiehlt: „Staat. Nation. Dresden. Scheisse.“ zum Opferspektakel in Dresden am 13. Februar

Das …umsGanze! Bündnis verurteilt die anhaltende Repressionswelle gegen die antifaschistische Mobilisierung zu den Aktivitäten gegen den Naziaufmarsch am 13. Februar in Dresden und erklärt sich solidarisch mit den Betroffenen.

Nachdem Infrastruktur durchsucht und große Mengen Mobilisierungsmaterial beschlagnahmt wurde, nach Festnahmen von PlakatiererInnen und der erzwungenen Abschaltung der Website dresden-nazifrei.de (jetzt www.dresden-nazifrei.com) empfehlen wir um so mehr sich an den Aktionen in Dresden zu beteiligen und nicht nur den Nazis sondern auch Staat und Justiz deutlich zu zeigen, dass antifaschistischer Kampf durchsetzungsfähig ist.

Der Anlass

Am 13. Februar wollen die Nazis in Dresden der angeblichen “deutschen Opfer” des von ihnen begonnenen Luftkriegs gedenken. Es wird vorraussichtlich der größte Naziaufmarsch seit 1945 sein.Die …ums Ganze! Gruppen Antifa AK Köln, die Autonome Antifa [F] und die Gruppe Gegenstrom aus Göttingen haben zusätzlich den Aufruf: “Von Bomben und Nazis, Gedenken und Deutschland” zum Opferspektakel in Dresden geschrieben.

Desweiteren hat die Bündnisgruppe TOP-Berlin einen eigenen Aufruf unter dem Titel „Staat. Nation. Dresden. Scheisse.“ veröffentlicht.

Unterstützt die Mobilisierung, fahrt nach Dresden! Naziaufmarsch verhindern!

Für die Anfahrt aus Bochum bietet die linksjugend[ʹsolid] Bustickets für die Hin- und Rückfahrt von Bochum nach Dresden an, diese kosten für Schüler, Studenten und Erwerbslose 15,– Euro und für Erwerbstätige 25,– Euro. Genaueres über den Bustransfer könnt ihr bei [ʹsolid]-Bochum erfragen und euch bei Interesse euer Ticket auch sofort sichern.

Vortrag: FIKTIVES KAPITAL & REALE KRISE — REALER KAPITALISMUS & FIKTIVE LÖSUNGEN

Donnerstag, 14.01.2010 || 19:30 || Soziales Zentrum || Josephstraße 2 || Bochum

Die gegenwärtige Krise ist die Rückkehr totgesagten Krisen, die an den Fundamenten der kapitalistischen Gesellschaft rütteln und deren Ausbruch durch die keynesianische Politik verschoben aber nicht verhindert wurde. Der Vorschlag, das Einkommen der »Bürger« zu erhöhen, um die Krise zu überwinden, geht von der prinzipiellen Interessenkompatibilität zwischen Kapital und Arbeit aus. Es gilt aber den Zusammenhang zwischen der Dynamik der Kapitalakkumulation, der Staatsverschuldung und der Rolle des fiktiven Kapitals zu durchleuchten. Die Staaten haben die Aufgabe, erstens das System der Ökonomie zu retten und zweitens den sozialen Frieden zu bewahren, offene Revolten zu verhindern. Die gigantischen
Konjunkturpakete bereiten gleichzeitig den Boden für die Krise von morgen. Für Kommunisten ist das Verhältnis zwischen Krise und Klassenkampf von zentraler Bedeutung. Das System der Lohnarbeit ist nicht unbedingt am Ende. Dennoch müssen die Fragen nach den revolutionären Potentialen, die in der Entwicklung der Krise stecken, und die nach der Stoßrichtung für eine kommunistische Intervention in die sozialen Konflikte, die im Verlauf des Krisenablaufs zu erwarten sind, gestellt werden.

Zum Thema spricht ein Genosse der ›Freudinnen und Freunde der klassenlosen Gesellschaft‹

Leider wieder kein Café!

Wegen der Besetzung des AudiMax an der Ruhr-Uni Bochum, die auf der heutigen VV beschlossen wurde, haben wir uns entschlossen unser Café im SZ heute erneut ausfallen zu lassen!

Aktuelles & neue Termine

+++ Wir haben unsere Terminseite aktualisiert, dabei ist jede Menge zusammenkommen: 15 Termine – von der Demo über Vortrag hin zum Kongress – in den nächsten 2 Monaten.
+++ Die Zweite Ausgabe der „Strassen aus Zucker“ ist erschienen. Gedruckte Exemplare gibt es demnächst bei unserem Café (donnerstags 21 Uhr im SZ), im Sozialen Zentrum oder in jedem guten Infoladen.
+++ 2000 Menschen waren auf der antinationalen Demo am vorletzten Wochenende in Berlin. Weitere Infos findet ihr hier

Weder Ar­beit, Brot noch Frei­heit – „mo­der­nen“ Na­tio­nal­so­zia­lis­mus be­kämp­fen!


An­ti­fa­schis­ti­sche De­mons­tra­ti­on – Reck­ling­hau­sen 27.​11. 18:00

Für den 28. No­vem­ber 2009 rufen Neo­na­zis aus dem Kreis­ge­biet und dar­über hin­aus zu einem Auf­marsch in Reck­ling­hau­sen auf. An­ge­mel­det von Neo­na­zi-​Ur­ge­stein Chris­ti­an Worch lau­tet ihr Motto: „Für ein Recht auf Zu­kunft – Ar­beit, Frei­heit, Brot durch na­tio­na­len So­zia­lis­mus“. Ge­tra­gen und un­ter­stützt wird der Auf­marsch haupt­säch­lich von ei­ni­gen Grup­pen aus dem Ruhr­ge­biet, die sich in dem Neo­na­zi-​Netz­werk „AG Ruhr Mitte“ zu­sam­men­ge­schlos­sen haben. Dar­un­ter fin­den sich der „Na­tio­na­le Wi­der­stand Reck­ling­hau­sen“, der „Na­tio­na­le Wi­der­stand Marl“, die „AG Essen“, sowie ei­ni­ge klei­ne­re Grup­pie­run­gen. Die Or­ga­ni­sa­ti­on des Auf­mar­sches er­scheint al­ler­dings mehr als kon­fus.

(mehr…)

Café fällt heute leider aus!

Unser wöchentliches Café, das jeden Donnerstag ab 21 Uhr im SZ Bochum stattfindet, müssen wir für heute leider kurzfristig absagen!

Geschlecht und Gesellschaft

gug

2. bis 10. Dezember 2009 in Bochum

Wie zahlreiche wissenschaftliche und/oder gesellschaftspolitische Diskussionen, die Etablierung einer Fülle von Fachzeitschriften sowie seit Kurzem auch die Schaffung einer Menge entsprechender neuer Studiengänge belegen, kommen die Gender Studies im Laufe Ihrer 25-jährigen Geschichte langsam aber sicher in der Mitte der Gesellschaft an – unserer Meinung nach Grund genug zu fragen, welche Bedeutung die Forschung eigentlich gegenwärtig hat. Dabei darf nicht nur die Bedeutung der Gender Studies für ihren Untersuchungsgegenstand betrachtet werden, sondern auch die Rückkopplung ihrer Ergebnisse in der Gesellschaft. Die Erreichbarkeit der Ziele und Vorhaben muss stets ein zu reflektierendes Moment bleiben, um so neue Entwicklungen zu ermöglichen. Die Umsetzbarkeit und die Folgen der Ergebnisse für die Praxis darf ebenso wenig außer Acht gelassen werden. Paradigmatisch sind hierbei die Probleme, die aus einer einseitigen und verkürzten Auffassung von Gleichstellungsarbeit entstehen können. Zu leicht besteht die Gefahr, dass eigentlich kritische Ziel einer grundsätzlichen Hinterfragung geschlechtlicher Konstruktions- und Konstitutionsmodi aus den Augen zu verlieren und so die Wirkungsweise dichotomer, hegemonialer Strukturen zu verstärken und in letzter Instanz den heteronormative Aufbau der Gesellschaft zu untermauern, statt die Unterschiedlichkeit von Menschen zu fördern.
Daneben muss der Entwicklung Rechnung getragen werden, dass sich die Themenfelder im Laufe der Zeit erweitert und verschoben haben; von einer bloßen Beschäftigung mit dem Geschlecht kann nicht mehr die Rede sein, sondern es werden in den aktuellen Diskursen der Gender Studies die verschiedensten Formen der Differenz beleuchtet. In seiner Entwicklung bildet Gender Studies jedoch kein homogenes Feld, sondern Dissonanzen und Divergenzen treten zu Tage; als Beispiel dafür kann die diskursive Auseinanderentwicklung von Gender Studies und Diversity Studies angeführt werden.
Da wir in dieser Auseinander- und Weiterentwicklung keine kommunikative Sackgasse sehen, sondern diesen Disput produktiv nutzen wollen, wollen wir die Möglichkeit für einen produktiven Austausch geben. Deshalb ist das Ziel dieser Veranstaltungsreihe die unterschiedlichen Disziplinen der Gender Studies zu präsentieren und kommunikative Brücken zwischen den vielfältigen Themenfeldern wie beispielsweise Intersektionalität und Queer Theory zu ermöglichen.

UnterstützerInnen
o Linke Liste
o Studiengang Gender Studies

VeranstalterInnen
o Autonomes FrauenLesbenreferat
o Referat für Grund- und Freiheitsrechte des AStA der Ruhr-Universität Bochum

Es gibt kein Ende der Geschichte! Bundesweite antinationale Demonstration und Aktionswochenende

Am 9.11.89 begann eine neue Epoche, für die Welt und für Deutschland: Eine Epoche, in der der Kapitalismus endlich über den ganzen Globus herrschte und in der Deutschland seine volle Souveränität zurück gewann. In der New World Order wurde das „Ende der Geschichte“ ausgerufen: die Ideologie der Entideologisierung durch historische Übermacht, die konkurrenzlose Etablierung des kapitalistischen Fortschrittsmodels, an dem nun die gesamte Welt neu vermessen werden konnte.
In Erinnerung an diese ‘Wende’ erreicht 20 Jahre später die deutsche Jubiläumsnationalismussause seinen diesjährigen Höhepunkt im November. Der 9.11.2009, das sind gleich drei Dinge auf einmal: 20 Jahre ‘Wende’, 20 Jahre ‘Mauerfall’, 20 Jahre ‘Einheit in Freiheit’ in der Krise. Und bei Spiel, Spaß und Spannung kann, darf und soll von Saarbrücken über Leipzig bis Berlin auf den Deutschland-Fanmeilen auch jeder mitmachen. Am Brandenburger Tor lässt der Staat noch einmal die Mauer in Styropor errichten – um sie am 9. November im Gedenken abermals friedlich einzureißen und Geschichte zu deutscher Kultur werden zu lassen. Aber: es gibt kein Ende der Geschichte. Wenigstens bis zum Kommunismus. Bis dahin rufen wir auf zur bundesweiten antinationalen Demonstration gegen die Wendefeierlichkeiten der BRD und ihren selbst gebastelten Gründungsmythos einer friedliebenden deutschen Nation, der heute und immer schon eine besondere „Begabung zur Freiheit“ (Köhler am 8.Mai) attestiert wird. Staat. Nation. Kapital. Scheisse! Gegen die Herrschaft der falschen Freiheit!

7.11. 16 Uhr
Bundesweite antinationale Demonstration

vom Berliner Bündnis gegen die Wendefeierlichkeiten.
Treffpunkt: Checkpoint Charlie (Friedrichstr./Kochstr.)

Veranstaltungs-Programm Rote Ruhr-Uni 2009 an der RUB

rru
Die KommunistischeGruppeBochum empfiehlt folgende Veranstaltungen, die im kommenden November im Rahmen bzw. im Umfeld der Reihe ROTE RUHR-UNI 2009 an der RUB stattfinden:

Montag, 2.11.09, 19h
Frédéric Krier, Pierre Joseph Proudhon – Wegbereiter des Dritten Reiches. Ort: Kulturcafé der Ruhr-Uni Bochum.

Dienstag, 3.11.09 , 19h
Hendrik Wallat, Zur Kritik der radikalen Demokratie(theorie). Anmerkungen zum Links-Politizismus bei Mouffe, Derrida und Rancière. Ort: Kulturcafé der Ruhr-Uni Bochum.

Freitag, 6.11.09, 19h
Christoph Hesse, „Zeugenschaft der Toten“ – Über Claude Lanzmanns Film „Shoah“. Ort: Ruhr-Uni Bochum – HGA 20.

Montag, 9.11.09, 19h
Gerhard Scheit, Der Wahn vom Weltsouverän: Gott, das Kapital und das Völkerrecht. Ort: Kulturcafé der Ruhr-Uni Bochum

Dienstag, 10.11.09, 19h
Gerhard Scheit, Hannah Arendts ungewollte Beiträge zur Kritischen Theorie. Ort: Kulturcafé der Ruhr-Uni Bochum.

Freitag, 13.11.09, 19h
Christine Zunke, Hirnphysiologie und Willensfreiheit. Zur Kritik der Hirnforschung. Ort: Ruhr-Uni Bochum – HGA 20.

Dienstag, 17.11.09
Buchpräsentation: „Fight for Freedom!“ Die Legende vom „anderen Deutschland“. Veranstaltung des AStA Bochum. Ort: Kulturcafé der Ruhr-Uni

Donnerstag, 26.11.09, 19h
Sonja Witte, Nationales Vergangenheitsrecycling. Die postnazistische Allianz der Generationen im deutschen Kollektiv. Ort: Ruhr-Uni Bochum HGA 20



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